Blinden- und Sehbehindertentennis wurde in Japan entwickelt und gibt es seit ca. 10 Jahren erst in Deutschland. Es ist die einzige Sportart, in der Menschen mit Seheinschränkung ihren Sehrest nutzen dürfen und in Klassen, je nach Sehrest, gegeneinander antreten.
B1 = vollblind (mit Dunkelbrille und Eyepads), B2 = sehr wenig Sehrest, B3 etwas mehr Sehvermögen und B4 unter 10 % Sehkraft auf dem besseren Auge. So in etwa kann man es sagen, die vielen verschiedenen Augenerkrankungen machen einen echten, fairen Vergleich etwas schwieriger.
Für den Wettkampf muss man einen medizinischen Untersuchungsbogen vom Augenarzt ausfüllen lassen und man wird dann durch einen nationalen Klassifizierer eingestuft. International muss man zu einem Turnier reisen, wo ein internationaler Klassifizierer vor Ort eine Klassifizierung vornimmt.
Es gibt eine nationale, und seit neuestem zwei internationale Ranglisten (DTB, IBTA und TWT).
Gespielt wird mit handelsüblichen Tennisschlägern, aber mit speziellen Schaumstoffbällen. Diese sind etwas größer und sie haben Rasseln.
Bei B1 wird in einem Mini-Court und bei allen anderen in einem Mid-Court gespielt.
An den Orten, an denen Blinden- und Sehbehindertentennis schon gespielt wird, gibt es sogenannte Standortsprecher, die helfen können, Anschluss in einem Verein zu finden. Zusätzlich gibt es noch zwei Athletensprecher, die als Verbindung zum Deutschen Tennis Bund fungieren.